Regelung zum konjunkturellen Kurzarbeitergeld verlängert 

Das Bundesarbeitsministerium hat bekannt gegeben, dass die Bezugsdauer für das konjunkturelle Kurzarbeitergeld auch für 2015 bei zwölf Monaten verbleibt. Voraussetzung für das verlängerte Kurzarbeitergeld ist, dass die Betriebe die Kurzarbeit bis zum 31.12.2015 anzeigen.

Die rechtlichen Bezugsvoraussetzungen haben sich nicht geändert:

  • in einem Betrieb muss ein erheblicher Arbeitsausfall mit Entgeltausfall vorliegen,
  • in dem betroffenen Betrieb ist mindestens ein Arbeitnehmer beschäftigt,
  • die geforderten persönlichen Anspruchsvoraussetzungen liegen vor (vor allem eine ungekündigte versicherungspflichtige Beschäftigung) und
  • der Arbeitsausfall wird der Agentur für Arbeit vom Betrieb oder der Betriebsvertretung unverzüglich schriftlich angezeigt.

Details zu den weiteren Voraussetzungen finden Sie im Merkblatt der Arbeitsagentur.

In der Restrukturierung kann das Kurzarbeitergeld ein Baustein auf dem Weg zum Erfolg sein. Sprechen Sie uns an.

Mit dem S 9 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) wurde nun ein Standard verabschiedet, der die Inhalte einer Bescheinigung zum Schutzschirmverfahren nach § 270b InsO  definiert.

Nachdem der Entwurf deutlich kritisiert wurde, weil die Prüfung der „nicht offensichtlich aussichtslosen Sanierung“ der Mehrheit der Experten nicht tief genug ging, stellt das IDW nunmehr fest, dass bereits bei der ebenfalls erforderlichen Überschuldungsprüfung insbesondere die Auseinandersetzung mit den Krisenursachen eines Unternehmens erfolgt. Hinsichtlich der Realisierungswahrscheinlichkeit der angestrebten Sanierung wird nun klargestellt, dass eine mindestens überschlägige Prüfung, ob die definierten Maßnahmen hinreichend sind, zu erfolgen hat. Daneben soll das erforderliche „Grobkonzept“ auch Aussagen zu deren Eintrittswahrscheinlichkeit enthalten.

Mit der Frage, ob das IDW mit diesem Standard den Wünschen des Gesetzgebers gerecht werden kann, wird sich die Rechtsprechung wohl künftig auseinandersetzen müssen.

Gern begleiten wir Sie auf dem Weg in das Schutzschirmverfahren als Ersteller der Bescheinigung.

Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat am 06.05.2014 den Standard ES 11 (Beurteilung des Vorliegens von Insolvenzeröffnungsgründen) veröffentlicht. Damit liegt endlich – 6 Jahre nach der Überarbeitung des Überschuldungsbegriffs durch das Finanzmarktstabilisierungsgesetz – ein Standard vor, der sowohl die für die Zahlungsunfähigkeitsprüfung als auch für die Beurteilung der Überschuldung eines Unternehmens maßgeblichen gesetzlichen Vorgaben ebenso berücksichtigt wie die bis dato veröffentlichte Rechtsprechung.

Dass der Entwurf bisher weder Regelungen zur Berücksichtigung von Anzahlungen enthält noch eindeutig klärt, wie strittige Forderungen im Rahmen der Liquiditätsprüfung behandelt werden sollen, wird sicherlich im Verlauf des nun folgenden Stellungnahmeverfahrens geklärt und entsprechend in den dann abschließenden Entwurf einfließen.

AMB orientiert sich in allen Beratungsbereichen an den Standards des IDW. Dies gilt selbstverständlich in besonderem Maße in dem haftungsrechtlich sensiblen Bereich der Sanierungsberatung. Unsere Illiquiditäts- und Überschuldungsprüfungen berücksichtigen diese Standards. (link zu „Prüfung der Insolvenzreife“)